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 [[anwenderwiki:windowsclient:windows7:windows_7_anfangszeitraum]] 

Den Anfangszeitraum von Windows 7 durch LINBO resetten

Ob folgende Verfahrensweise in allen Fällen zum Erfolg führt kann ich nicht beurteilen, nachfolgendes Verfahren wurde bisher bei zwei Installationen getestet (davon eine virtuell) aber noch nicht produktiv eingesetzt. Bitte Erfahrungen damit hier im Wiki ergänzen.
Nach 30 Tagen: Auch nach einer „Schwarz-Schaltung“ nach 30 Tagen oder wenn das System länger als 30 Tage nicht benutzt wurde konnte Linbo den Anfangszeitraum wieder zurücksetzen.
Produktiv: schon mehrfach eingesetzt, läuft problemlos (Stand April 2015)

Windows 7 läuft nach Installation 30 Tage ohne Aktivierung. Bei Installation wird dabei ein Default-Produkt-Key benutzt. Dieser Key befindet sich auf jeder Installations-DVD. In welchem Aktivierungs-Zustand sich das Windows 7 System gerade befindet wird unter dem Registry-Zweig HKLM/System/WPA abgelegt. Dort liegen auch mehrere Zeitstempel und ggf. Informationen zu rearm-Prozessen.

Den Produkt-Key findet man zwar auch verschlüsselt unter HKLM/Software/Microsoft/Windows NT/Current Version/DigitalProduktID, doch scheint er dort nicht aktiv zu sein, sondern nur zu Dokumentationszwecken. Der unten aufgeführte Keyfinder liest ihn dort aus.

Ebenso werden Aktivierungsinformationen noch in zwei versteckten Dateien mit einen irre langen Namen abgelegt, nämlich unter C:/Windows/System32

C:/Windows/System32/7B296FB0-376B-497e-B012-9C450E1B7327-2P-0.C7483456-A289-439d-8115-601632D005A0
C:/Windows/System32/7B296FB0-376B-497e-B012-9C450E1B7327-2P-1.C7483456-A289-439d-8115-601632D005A0

Durch Löschen aller Zeitstempel und Aktivierungsinformation setzt man Windows 7 wieder zurück, die Registry wird inkonsistent. Dies betrifft nach bisherigen Erfahrungen aber nur die Aktivierung, nicht installierte Programme, Updates oder Sonstiges. Durch das Ausführen des Windows-Tools slmgr.vbs erzeugt dann Windows 7 wieder selbst eine konsistente Grundkonfiguration mit neuen Zeitstempeln, die dann 30 Tage uneingeschränkt läuft. Das Löschen kann man aber nicht von Windows 7 selbst erledigen lassen, da die Aktivierungsinformationen besonders geschützt sind.

LINBO kann hingegen von außen die Registry zurücksetzen und den WPA-Zweig löschen. Außerdem legt LINBO seit linuxmuster.net 6.2 auf Windows-Systemen automatisch eine geplante Aufgabe an, die beim Windowsstart prüft, ob unter C:\linuxmuster-win ein Batchskript winact.cmd vorliegt. Falls ja, wird es ausgeführt und anschließend wieder entfernt. Diese LINBO-Mechanismen kann man nun nutzen, um ein Windows-7-System beim LINBO-Sync wieder in den 30-Tage-Testzeitraum zurückzusetzen.

Vorgehensweise

  • Zunächst besorgt man sich den Default-Produkt-Key seines Windows-7-Produktes1).
  • Nun erstellt man ein sogenanntes Postsync-Skript2), trägt den entsprechenden Default-Produkt-Key ein und speichert es unter /var/linbo mit dem passenden Imagenamen und der Erweiterung .postsync ab3).
      # /var/linbo/win7.cloop.postsync
      
      echo "##### POSTSYNC Windows 7 BEGIN #####"
      echo "Loesche Registry-Zweig WPA ..."
      
      cmd="rdel WPA\nq\ny\n"
      hive="/mnt/Windows/System32/config/SYSTEM"
      
      echo -e "$cmd" | reged -e "$hive"
      
      # hier den entsprechenden Default-Produkt-Key eintragen
      # (siehe http://www.mydigitallife.info/default-windows-7-and-vista-product-keys/)
      key="XXXX-XXXX-XXXX-XXXX"
      
      # Batchdatei anlegen
      batchdatei="/mnt/linuxmuster-win/winact.cmd"
      echo "cscript.exe %SystemRoot%\\System32\\slmgr.vbs /ipk $key" > "$batchdatei"
      
      # Zeile löscht weitere Informationen, bisher nicht notwendig
      # rm -f /mnt/Windows/System32/7B2*
      
      echo "##### POSTSYNC Windows 7 END #####"

    Das Skript löscht beim LINBO-Sync den Registry-Zweig HKLM/SYSTEM/WPA komplett und legt eine Batchdatei an. Beim ersten Start von Windows 7 nach dem Sync wird die Batchdatei ausgeführt und der Default-Product-Key eingetragen. Damit läuft das System im 30-Tage-Testzeitraum, unabhängig von der jeweiligen Hardwareausstattung.

  • Stellt man jetzt noch auf dem Server mit dem Befehl
    # chmod 644 /var/linbo/*.postsync

    sicher, dass die Postsync-Datei vom Client gelesen werden kann, setzt LINBO ab sofort bei der Synchronisation mit diesem Image den Windows-7-Testzeitraum zurück.

Schönheitsfehler: Wenn sich ein Benutzer sehr sehr schnell anmeldet, bevor das Script abgearbeitet ist, dann erhält er eine Fehlermeldung, dass kein gültiger Key vorhanden ist!

Der Aktivierungs-Status kann mit folgendem Konsolen-Befehl abgefragt werden:

 slmgr.vbs /dlv

Rechtliches

Wer in Besitz einer regulär gekauften Windows 7 Lizenz ist, darf das Produkt zeitlich uneingeschränkt nutzen.

Ob Microsoft den Aktivierungszwang rechtlich durchsetzen kann, kann ich nicht beurteilen. Eine strafrechtlich relevante Urheberrechtsverletzung durch eine unerlaubte Nutzung der Software findet dabei ja nicht statt, man verstößt ggf. nur gegen die AGB von Microsoft. Ein Schaden für Microsoft entsteht dabei ja auch nicht, da man die regulären Lizenzen gekauft hat. Ebensowenig wird das Urheberrecht von Microsoft verletzt.

Wer will, kann ja wie gefordert jede Lizenz aktivieren - dadurch kann die Lizenz auch kein zweites Mal benutzt werden, der Koipierschutz von Microsoft hat seine Aufgabe erfüllt. Danach löscht eben Linbo die Aktivierung wieder. Die AGB von Microsoft verlangen nicht, dass man die Aktivierung beibehalten muss.

Ohne Lizenz darf man Software sowieso nicht installieren oder kopieren, egal ob die Software kopiergeschützt ist oder nicht.

Juristisches siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Produktaktivierung#Juristische_Probleme

FAQ: http://www.heise.de/ct/hotline/FAQ-Windows-aktivieren-1021145.html


Hilfreiche Tools

Um das Verhalten von Windows 7 zu uberprüfen, sind folgende Tools sinnvoll, die meist mit Admin-Rechten ausgeführt werden müssen.:

1)
Diesen findet man z.B. bei: http://www.mydigitallife.info/default-windows-7-and-vista-product-keys/ oder auf der Windows-7-DVD im Ordner Sources in der Datei namens Product.ini.
2)
Das Skriptbeispiel ist auf dem Server unter /var/linbo/examples/win7-reset.postsync zu finden
3)
Wenn der Imagename zum Beispiel win7.cloop lautet, muss das Postsync-Skript win7.cloop.postsync genannt werden
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