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Miracast mit Ubuntu 20.04

Miracast zum drahlosen Übertragen des Bildschirmes ist bei Windows 10 und Android im Betriebssystem integriert. Bei iOS gibt es Apps (habe ich nicht getestet). Für Linux existieren verschiedene Projekte. Folgenden Projekte habe ich getestet:

  1. Gnome-Network-Displays - einfache, grafische Anwendung
  2. Miraclecast - Konsolenanwendung, komplex, Entwickler empfiehlt nun Nr. 1

Zu beiden Projekten gibt es für Ubuntu 20.04 keine Installationspakete, sie müssen aus den Quellen selbst kompiliert werden. Für Miracast wird ein WLAN-Interface benötigt, das Peer to Peer (P2P) beherrscht, was aktuelle Adapter meistens können.

Gnome-Network-Displays

Projektseite → https://gitlab.gnome.org/GNOME/gnome-network-displays
Dort das Source-Paket als zip-Datei herunterladen und entpacken: gnome-network-displays-master.zip

Zuerst abhängige Pakete installieren, insbesondere für den Kompilierungsschritt.

# apt-get install meson gettext appstream-util
# apt-get install libgstreamer-plugins-base1.0-dev
# apt-get install libgstrtspserver-1.0-dev gstreamer1.0-rtsp
# apt-get install libgtk-3-dev
# apt-get install libnm-dev libpulse-dev
# apt-get install x264
# apt-get install libgstreamer1.0-0 gstreamer1.0-plugins-base gstreamer1.0-plugins-good gstreamer1.0-plugins-bad gstreamer1.0-plugins-ugly gstreamer1.0-libav gstreamer1.0-doc gstreamer1.0-tools gstreamer1.0-x gstreamer1.0-alsa gstreamer1.0-gl gstreamer1.0-gtk3 gstreamer1.0-qt5 gstreamer1.0-pulseaudio

Kompilieren und installieren:

$ cd gnome-network-displays-master
$ meson build
$ cd build
$ meson install

Nun über die Dash die Anwendung „Gnome-Network-Displays“ starten.

Den Miracast-Dongle auswählen. Danach erfolgen 3 Schritte:

  1. Verbindung wird aufgebaut
  2. Stream wird gestartet
  3. Streaming

Mit einem Microsoft-Display-Adapter V2 (Ver 2.0.8350) als auch mit einen Renkforce EZ-Cast Dongle funktionierte anschließend das Mirroring. Teils gab es Verzögerungen oder mehrere Versuche beim Verbindungsaufbau, insbesondere wenn eine Verbindung abgebrochen und dann neu aufgebaut wurde. Nach dem Verbindungsaufbau war das Mirroring stabil. Je nach eingestellter Grafikauflösung des Clients erfolgte der Verbindungsaufbau schneller oder langsamer.

Miraclecast

Umbenennen des WLAN-Interface

in Ubuntu 20.04 sind die Namen der WLAN-Interface mehrere Zeichen lang, z.B. „wlp0s20f3“ mit 9 Zeichen. Dies führt ggf. beim Starten eines P2P–WLAN-Interfaces zu Problemen, da der damit generierte Name zu lang ist. Ein Umbenennen des Interfaces in z.B. „wlan0“ behebt das Problem.

Eine neue Datei anlegen: /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules mit folgendem Inhalt:

SUBSYSTEM=="net", ACTION=="add", DRIVERS=="?*", ATTR{address}=="11:22:33:44:55:66", ATTR{type}=="1", KERNEL=="wlan*", NAME=="wlan0" 

Dabei die MAC-Adresse des eigenen WLAN-Interfaces bei ATTR{address} eintragen und einen Reboot durchführen. Mit dem Befehl

# ifconfig -a

kann man die Namensänderung überprüfen.

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